hl. Niklaus von Fle, Einsiedler im Ranft

25. 09. 2018


in der Schweiz: Hochfest - Landespatron


Bruder Klaus, der Nationalheilige des Schweizer Landes, wurde 1417 im Flüeli geboren. Er lebte fünfzig Jahre in der Welt, tat seine Arbeit als Bauer, leistete den Soldatendienst, war glücklich verheiratet, Vater von zehn Kindern, übte das Amt eines Ratsherrn und Richters aus, der für das Recht und den Frieden eintrat. Aber im Innern des angesehenen Mannes lebte die Unruhe, die ihn von allem weltlichen Tun weg in die Einsamkeit und in die Nähe Gottes drängte. Heimann Am Grund, der Pfarrer von Kriens, war ihm Berater und Helfer auf dem Weg. 1467 trennte sich Niklaus von seiner Familie und seinem Besitz und wurde Einsiedler. Auch jetzt hörte er nicht auf, für seine Lands leute Berater und Friedensstifter zu sein. Bekannt ist vor allem sein Eingreifen bei der Tagsatzung in Stans im Dezember 1481. Im Übrigen lebte er in seiner Zelle im Ranft, einer einsamen Schlucht des Melchaatals. Fast zwanzig Jahre lebte er ohne Nahrung. Die Kraft seines Gebets, seine tiefe Gottverbundenheit und theologische Klarheit waren für seine Zeitgenossen ein Wunder, das sie zugleich anzog und erschreckte. Er starb am 21. März 1487. Immer noch ist er der stille, unüberhörbare Mahner.