Fest Maria, Mutter von der Immerwährenden Hilfe

27. 06. 2019



Unter den Darstellungen der Gottesmutter ist das Bild der Mutter von der immerwährenden Hilfe besonders bekannt. Dieses Bild gelangte gegen Ende des 15. Jahrhunderts von der Insel Kreta nach Rom, wo es in der Kirche des hl. Apostels Matthäus drei Jahrhunderte lang von den Gläubigen verehrt wurde. Als während der französischen Revolution französische Truppen Rom besetzt und die Kirche St. Matthäus zerstört hatten, brachte man das Bild in die Hauskapelle eines Klosters. Dadurch geriet es bei den Gläubigen in Vergessenheit. 1863 hielt der Jesuitenpater Blosi in Rom eine Predigtreihe über Gnadenbilder der Gottesmutter und bat um Hinweise, die zur Auffindung des Gnadenbildes führen könnten. Es meldete sich ein Redemptorist, der in seiner Jugend von dem Standort des Bildes erfahren hatte. Es wurde aus der Verborgenheit hervorgeholt und 1866 auf Anordnung Papst Pius’ IX. in der Redemptoristenkirche St. Alfons in Rom wieder zur öffentlichen Verehrung aufgestellt. Von dieser Zeit an wurde das Bild durch viele Gebetserhörungen so bekannt, dass sich seine Verehrung über die ganze Welt ausbreitete. Dieses vielverehrte Bild mag auf westliche Augen fremd wirken. Maria wird nicht als zartes Mädchen mit niedergeschlagenen Augen dargestellt. Ihr direkter Blick und ihre ausgeprägten Gesichtszüge verlangen unsere Aufmerksamkeit. Wir sind von der unrealistischen Darstellung der Figuren beeindruckt.




hl. Hemma von Gurk, Klostergründerin

27. 06. 2019


in der Diözese Gurk-Klagenfurt: Hochfest - Landesmutter und Schutzfrau Kärntens

Sie wurde um das Jahr 980 geboren. Sie stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Friesach und war verheiratet mit Graf Wilhelm von der Sann, der vor 1016 starb. Als 1036 ihr Sohn ermordet wurde, gründete sie mit ihrem Besitz das Benediktinerinnen- Kloster Gurk/Kärnten (nicht mehr bestehend) und schuf die Grundlage für die Errichtung des Benediktiner-Klosters Admont/Steiermark. Die Marienkirche in Gurk wurde 1043 geweiht, und gleichzeitig wurde als erste Äbtissin Ida aus dem Kloster Nonnberg in Salzburg eingeführt. Nach der Überlieferung ist sie selbst als Klosterfrau in Gurk eingetreten. Sie starb am 29. Juni nach 1045. Ihr Grab wird heute noch von zahlreichen Pilgern besucht. Ihre Fürsprache wird für eine glückliche Entbindung und gegen Augenkrankheiten angerufen.


Sieben Entschlafene (Sieben Schläfer), Märtyrer

27. 06. 2019


Eine Legende indisch-buddhistischer Tradition wurde in frühchristlicher Zeit neu erzählt: Sieben Brüder, Christen und Schafhirten aus Ephesus - wurden ihres Glaubens wegen verfolgt, flohen in eine Höhle und wurden auf Befehl des Kaisers Decius im Jahr 251 eingemauert. Ihre Namen werden in der westlichen Tradition als Maximian, Malchus, Martinian, Dionysius, Johannes, Serapion und Constantin überliefert, in der orthodoxen Kirche als Maximilian (Maximus), Jamblicus, Martinian, Johannes, Dionysius, Exacustodian (Constantin) und Antoninus.

Im Jahr 437 wollte demnach ein Bürger die Höhle als Schafstall benutzen und ließ das Mauerwerk entfernen. Die Brüder erwachten; einer lief, um Brot zu holen; er kannte niemanden mehr in der inzwischen christlich gewordenen Stadt und gab dem erstaunten Bäcker eine Goldmünze mit dem Bild von Kaiser Decius zur Bezahlung. Da ging der Bischof mit den erstaunten Bürgern zur Höhle und fand alle Brüder lebend vor. Kurz danach starben sie.

Die Überlieferung von den sieben Schläfern ist sehr alt und weit verbreitet. Das älteste schriftliche Zeugnis stammt von Bischof Jakob von Sarug. Die armenische Tradition berichte, dass die Märtyrer während einer heimlichen Messe eingemauert wurden und nennt mit Namen den Priester Diodor und den Diakon Marianus. Auch Gregor von Tours erzählt ihre Geschichte. Die in Ephesus enstandene griechische Version dürfte zusammenhängen mit dortigen kirchenpolitischen Ambitionen: Ephesus wurde als Ort des Todes und der sofortigen Auferstehung des Evangelisten Johannes, des letzten Wohnhauses der Maria bevor Christus ihre Seele sofort ins Paradies holte und dem Wunder der sieben Schläfer als Ort der Auferstehung mit Ähnlicher Bedeutung wie Jerusalem profiliert. Die Stadt wurde Ziel vieler Wallfahrer. Das Wunder der sieben Schläfer ereignete sich unmittelbar vor der Räubersynode von 439.

In Westeuropa wurden die sieben Schläfer schon im frühen Mittelalter verehrt, eine Blüte erlebte der Kult hier noch einmal im 17. und 18. Jahrhundert. Die Kalenderreform von 1582 durch Papst Gregor XIII. führte zur Verlegung des Gedenktags vom 7. Juli auf den heute üblichen 27. Juni; die Bauernregel, dass der Lostag - umstritten ist, ob er nach altem oder neuem Kalender zu bestimmen ist - das Wetter der kommenden sieben Wochen ankündige, ist heute auch bei Metereologen anerkannt: die Großwetterlage für den Sommer zeichne sich Ende Juni / Anfang Juli ab.

Die Grotte der sieben Schläfer wird heute im Ruinengelände von Ephesus - gezeigt; eine Grotte, mit der die selbe Geschichte verbunden ist, liegt im Nordwesten von Tarsus.