hl. Nikolaus Tavelic & Gefährten, Märtyrer

14. 11. 2018


Er wurde 1340 in Dalmatien geboren und trat in jungen Jahren dem Franziskanerorden bei, er wirkte 10 Jahre im Gebiet des heutigen Bosnien und kam dann in den Konvent nach Jerusalem. Dort lernte er seine drei Gefährten Deodatus, Petrus und Stephan kennen. Am 11. November 1391 wollten sie vor der Omar Moschee in Jerusalem, also am Ort des früheren Tempels, den christlichen Glauben predigen. Doch ihr Vorhaben empörte die moslemischen Sarazenen, sie wurden zuerst von der Menge verprügelt, dann verhaftet, schließlich vom Kadi zum Tod verurteilt und enthauptet. Die Leichname wurden zerhackt und verbrannt, ihre Asche in Jerusalem verstreut. Sie wurden am 21. Juni 1970 von Paul VI. heilig gesprochen.


hl. Serapion, erster Märtyrer des Mercedarierordens

14. 11. 2018


Serapion stammte aus Irland, wo er um 1179 geboren wurde. Zunächst diente er in der Armee von Richard Löwenherz, dann im Heer des Herzogs von ÖsterreichLeopold VI., mit dem er nach Spanien zog. Leopold brachte der christlichen Armee des Königs von KastilienAlfons VIII., Verstärkung, um gegen die Moslems (Mauren) zu kämpfen. In Spanien angekommen entschloss er sich in die Dienste des kastilischen Königs zu treten, um sich ganz der Verteidigung des christlichen Glaubens widmen zu können. Kurz darauf lernte er Petrus Nolascus und seine Brüdergemeinschaft der Mercedarier kennen, die sich auch für den christlichen Glauben unter den Moslems einsetzten, dabei aber auf das Schwert verzichteten. Die Brüder befreiten Christen aus der moslemischen Gefangenschaft oder Versklavung, in dem sie Lösegeld boten – aber entsprechend ihrer vierten Ordensregel auch bereit waren, sich sogar selbst als im Austausch in islamische Gefangenschaft zu begeben. 1222 erhielt Serapion das Ordensgewand der Mercedarier. Es gelang ihm in damals von den Mauren besetzen Südspanien und in Nordafrika Gefangene und Sklaven freizukaufen. Auf einer der Fahrten mit seinem Mitbruder Berenguer de Bañeres blieb er in Algier als Geisel zurück und konnte so eine Gruppe von Gefangenen freikaufen, die in Gefahr waren ihrem Glauben abzuschwören und zum Islam überzutreten. Berenguer kehrte alleine nach Barcelona, dem Hauptsitz des Ordens, zurück, um das Lösegeld zu besorgen. Nun verloren die Brüder wertvolle Zeit. Der Ordensobere Petrus Nolascus, der zu dieser Zeit aber in Montpellier weilte, musste benachrichtigt werden und schrieb dann erst an seinen Stellvertreter Guillermo de Bas einen Auftrag, in allen Klöstern Almosen zu sammeln. Die Kollekte konnte zwar zusammengebracht werden, erreichte aber nicht mehr zur vereinbarten Zeit Algier. Die erboste Sultan von Algier,Selín Benimarin, ließ Serapion deshalb am 14. November 1240 grausam und gnadenlos an ein X-Kreuz (Andreaskreuz) nageln und anschließend den Leib Glied um Glied in Stücke hacken. Damit hatte der Mercedarier-Orden seinen ersten Märtyrer.