hl. Papst Linus

23. 09. 2017


Alle Papstkataloge sehen in ihm den Nachfolger von Petrus. Irenäus von Lyon identifiziert ihn in einem seiner Texte mit dem Schüler des Paulus, der im zweiten Timotheusbrief (4,21) erwähnt wird. Historisch gesicherte Belege über sein Leben sind rar. Sein Geburtsjahr ist unbekannt, er soll aber in der Stadt Volterra in der Toskana geboren sein, wo er von Petrus selbst bekehrt worden ist. Seine Amtszeit soll sich von 64–79 n. Chr. erstreckt haben, allerdings machen sowohl der Liberianische Katalog als auch das Liber Pontificalis andere Angaben.


hl. Padre Pio

23. 09. 2017


Er wurde am 25. Mai 1887 in Pietrelcina (Erzdiözese Benevent), als Sohn von Grazio Forgione und Maria Giuseppa De Nunzio geboren und am nachfolgenden Tag auf den Namen Francesco getauft. Im Alter von zwölf Jahren empfing er die erste heilige Kommunion und die Firmung. Mit 16 Jahren trat er am 6. Januar 1903 als Novize in den Kapuzinerorden in Morcone ein, wo er am darauffolgenden 22. Januar eingekleidet wurde und den Ordensnamen Bruder Pio erhielt. Nach dem Noviziatsjahr legte er die einfachen Gelübde ab und am 27. Januar 1907 die ewigen Gelübde. Nach der Priesterweihe am 10. August 1910 in Benevent blieb er zunächst aus gesundheitlichen Gründen bei seiner Familie. Im September 1916 wurde er in das Kloster San Giovanni Rotondo eingewiesen, wo er bis zu seinem Tod verblieb. Er lebte in vollendeter Gottes- und Nächstenliebe seine Berufung, um zur Rettung des Menschen beizutragen. Diese sein ganzes Leben kennzeichnende besondere Sendung verwirklichte er durch die geistliche Begleitung der Gläubigen, durch die sakramentale Versöhnung der Reumütigen und durch die Feier der Eucharistie. Der Höhepunkt seiner apostolischen Tätigkeit war dann erreicht, wenn er die heilige Messe zelebrierte. Die Gläubigen, die daran teilnahmen, spürten die Tiefe und Fülle seiner Spiritualität. Im Bereich der christlichen Nächstenliebe bemühte er sich, die Leiden und Nöte zahlloser Familien zu lindern, hauptsächlich durch die Stiftung »Casa Sollievo della Sofferenza«, die am 5. Mai 1956 eingeweiht wurde. Leben bedeutete für Ihn zugleich glauben. All sein Wollen und all sein Tun standen im Licht des Glaubens. Er betete unablässig. Den ganzen Tag und einen Großteil der Nacht verbrachte er im Gespräch mit Gott. Er pflegte zu sagen: »In den Büchern suchen wir Gott, im Gebet finden wir ihn. Das Gebet ist der Schlüssel zum Herzen Gottes.« Der Glaube bewog ihn, dem geheimnisvollen Willen Gottes immer zuzustimmen. Die Liebe zu Gott, die ihn erfüllte, übertraf alle seine Erwartungen. Leitprinzip seines Tagesablaufs war die Liebe: Gott lieben und dazu beitragen, daß er geliebt wird. Seine besondere Sorge war es, in der Liebe zu wachsen und auch den anderen dazu zu verhelfen. Er liebte den Nächsten bis zur Vollendung, indem er mehr als fünfzig Jahre lang unzähligen Menschen, die um seinen Dienst baten und seinen Beichtstuhl aufsuchten, durch Rat und Trost beistand. Es war fast eine Belagerung. Sie suchten ihn in der Kirche, in der Sakristei und im Kloster auf. Und er schenkte sich allen, indem er Glauben weckte, Gnaden austeilte und Erleuchtung brachte. Er sah vor allem in den Armen, Leidenden und Kranken das Bild Christi und schenkte ihnen besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung. Sein Ziel war der Lobpreis Gottes und das Heil der Menschen. Im Bewusstsein der mit dem geweihten Leben übernommenen Verpflichtungen beobachtete er hochherzig die Ordensgelübde. Sein Gehorsam war übernatürlich ausgerichtet, allumfassend angelegt und ganzheitlich gelebt. Er übte die Armut durch das totale Loslassen seiner Selbst, der irdischen Güter, der Bequemlichkeiten und Ehrungen. Bei aller Bewunderung seitens der Welt wiederholte er: »Ich möchte nur ein einfacher Bruder sein, der betet«. Seit seiner Jugend von zarter Gesundheit, wurde er mit zunehmendem Alter immer gebrechlicher. Bruder Tod holte ihn, wohl vorbereitet und voll Gelassenheit, im Alter von 81 Jahren am 23. September 1968 heim.