Hl. Konstantin der Große, römischer Kaiser

21. 05. 2018


Der hl. Konstantin war Sohn des Kaisers Konstantius I. und der hl. Kaiserin Helena und wurde um 285 im heutigen Niš geboren  Im Jahre 306, nach dem Tod seines Vaters, wurde er Herrscher im Nordwesten des römischen Reiches. Im Kampf um die Oberherrschaft errang er im Jahr 312 einen Sieg über Maxentius und bekehrte sie zum Christentum. Bischof Eusebius, Zeitgenosse und kirchl. Historiker, berichtete von dem hl. Kreuz Christi, das ihm erscheinen sei. Der Geschichte nach, erschien ihm im Traum das hl. Kreuz mit den Worten: "In diesem Zeichen wirst du siegen!".

Nach seinem Edikt von Mailand im Jahr 313 förderte der er zunehmend das Christentum und ließ viele Kirchen bauen. Auf dem hl. Konstantin gehen die Gründungen mehrer Kirchen: wie der alten Peterskirche in Rom (325) oder der nicht erhaltenen Sophienkirche in Trier, sowie der Urbau der Apostelkirche in Konstantinopel zurück. Er gab den Bischöfen richterliche Befugnisse und setzte den Sonntag als den wöchentlichen Feiertag fest.

Unter seiner Schirmherrschaft wurde auch das erste ökumenische Konzil der christlichen Kirche (325) einberufen. Das Konzil verurteilte die Irrlehre von Arianismus und übernahm als einzig geltende das Nicänische Glaubensbekenntnis. Seine eigene Taufe fand aber erst im Jahr 337 auf dem Totenbett im Palast in Ankyron, durch Bischof Eusebius von Nikomedia, statt. Der Legende nach so aber der hl. Silvester in getauft haben. Bestattet wurde er in der Apostelkirche in Konstantinopel.


hl. Karl Joseph Eugen von Mazenod

21. 05. 2018


Er wurde am 1. August 1782 in Aix-en-Provence geboren. Von 1791-1802 lebte er mit seiner Familie im Exil in Turin, Venedig, Neapel und Palermo. Nach Frankreich zurückgekehrt, wurde er 1811 zum Priester geweiht. Um die Kirche seiner Heimat zu erneuern, die unter der Französischen Revolution schwer gelitten hatte, gründete er 1816 die Gemeinschaft der „Missionare der Provence“, die zehn Jahre später den Namen „Missionare Oblaten der Heiligen und Makellosen Jungfrau Maria“ annahm. Im Jahr 1823 wurde er Generalvikar der Diözese Marseille. Papst Leo XII. approbierte 1826 die Satzungen und Regeln der Genossenschaft. Seit 1832 Weihbischof, übernahm er im Jahr 1837 als Bischof die Leitung der Diözese Marseille. Seine Oblaten sandte er nach Kanada und Nordamerika, nach Sri Lanka und Südafrika. Am 21. Mai 1861 starb er in Marseille. Papst Paul VI. sprach ihn am 19. Oktober 1975 selig und Papst Johannes Paul II. hat ihn am 3. Dezember 1995 heilig gesprochen.


sel. Franz Jägerstätter, Familienvater & Märtyrer

21. 05. 2018


Franz Jägerstätter wurde am 20. Mai 1907 geboren und am folgenden Tag in der Pfarrkirche von St. Radegund getauft. Als Zwanzigjähriger ging er zum Arbeiten in die Steiermark. Nach wenigen Jahren kehrte er nach Hause zurück. 1933 wurde er Vater seiner Tochter Hildegard. 1936 heiratete er Franziska Schwaninger; gemeinsam konnten sie sich über drei Töchter freuen. Franziska regte ihren Mann zur Bibellektüre und zum gemeinsamen Beten an. Seit der Hochzeit ging Franz häufig zur Kommunion.
Er berichtete mehrmals, dass er 1938 durch einen Traum vor dem Nationalsozialismus gewarnt worden sei. Nach der Machtübernahme in Österreich lehnte er jede Zusammenarbeit mit dem NS-Staat und jeden Vorteil durch ihn ab. Er erfuhr von den Gräueltaten des Nationalsozialismus, dessen gott- und menschenverachtende Politik ihn zum Widerstand bewegte.
1940/41 diente Franz als Kraftfahrer bei der Deutschen Wehrmacht. Mit einem weiteren Soldaten wurde er am 8. Dezember 1940 in Enns in den Dritten Orden des hl. Franziskus eingekleidet. Auf Betreiben seiner Heimat-gemeinde St. Radegund wurde er zweimal für unabkömmlich erklärt, um am Bauernhof zu arbeiten. Obwohl der Druck von seinen Freunden und Bekannten, auch Priestern, groß war, entschied er sich für einen konsequenten Weg des Widerstandes. Er betete und fastete, meditierte die Hl. Schrift und kam zum Schluss: „Keiner irdischen Macht steht es zu, die Gewissen zu knechten.“ Die Kraft zur Gewissensentscheidung verspürte er zusehends mehr als Gnade, für die er dankbar war. Täglich besuchte er die heilige Messe. In dieser Zeit übernahm er auch den Mesnerdienst. 1943 wurde er neuerlich einberufen, woraufhin er sich weigerte, für Hitler in den Krieg zu ziehen, und wurde in das Gefängnis in Linz überstellt. Zwei Monate Haft, Folter und Schikanen folgten. Als er sich von der Kraft des Glaubens verlassen fühlte, erinnerte er sich an das erfahrene Glück in der Ehe mit seiner Frau Franziska und deutete dieses Glück als einen bleibenden Hinweis auf die Gegenwart Gottes. Anfang Mai 1943 wurde er nach Berlin/Tegel überstellt. Sein Antrag auf Sanitätsdienst wurde abgelehnt. Am 6. Juli verurteilte man ihn zum Tod. Gefängnisseelsorger berichteten ihm von weiteren Blutzeugen, unter anderem vom Pallottinerpater Franz Reinisch; dies gab ihm Halt und Trost. Er und seine Frau Franziska fühlten sich verbunden mit dem leidenden Jesus, der ihnen Kraft gab. In der Gefängniszelle vertraute Franz darauf, dass „Christus nicht nur die leidende Knechtsgestalt des Karfreitags ist, sondern auch der Todesüberwinder des Ostermorgens“. So erwartete er gefasst die Begegnung mit dem Gott der Liebe, dem er versöhnt gegenübertreten wollte. Am 9. August 1943 wurde Franz Jägerstätter von Berlin nach Brandenburg an der Havel gebracht und dort um 16 Uhr am Schafott enthauptet. Der Priester Albert Jochmann, der ihn begleitete, bekannte unmittelbar nach seiner Hinrichtung: „Ich bin heute dem einzigen Heiligen in meinem Leben begegnet.“


hl. Christophorus Magallanes & Gefährten

21. 05. 2018



Christophorus Magallanes, geb. 30.7. 1869 in San Rafael Totatiche, wurde zusammen mit 24 Gefährten aus Hass auf das Christentum am 25.5. 1927 in Colotlan, Mexiko, ermordet. In den Jahren vom 1915 bis 1929 und besonders nach dem Inkrafttreten der Konstitution am 5. Februar 1917 waren Bedingungen für die Kirche in Mexiko äußerst schwierig. Zu den zwei Gruppen von Priestern gehören 17 Priester aus der Erzdiözese Guadalajara unter der Leitung von Pfarrer Christophorus Magallanes, die zwischen 1915 und 1929 ermordet wurden, und 11 aus verschiedenen Diözesen mit Pfarrer Luis Batiz Sainz als ihrem Leiter. Papst Johannes Paul II. sprach die mexikanischen Märtyrer, am 22. November 1992 selig und am 21. Mai 2000 heilig.



hl. Hermann Josef von Steinfeld, Mystiker

21. 05. 2018


Er wurde um das Jahr 1150 geboren und stammte aus einer armen Familie in Köln. Von seinem siebten Lebensjahr an bis zu seinem Tod hatte er einen selbstverständlichen Umgang mit den Heiligen des Himmels; vor allem wird seine große Verehrung der Gottesmutter in seiner Heimatkirche St. Maria im Kapitol (Köln) hervorgehoben. Mit zwölf Jahren kam er als Schüler zu den Prämonstratensern in Steinfeld in der Eifel. Später trat er in diesen Orden ein und wurde ein viel begehrter Prediger und Seelsorger. Er schuf bedeutende Marien- und Herz Jesu-Hymnen. Seinem Taufnamen Hermann fügte er den Beinamen Josef hinzu, den er besonders verehrte. Er starb 1241 im Zisterzienserinnenkloster Hoven bei Zülpich. Sein Grab ist in Steinfeld in der Eifel.